Fertighäuser von Innovationsorigins

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Fertighäuser und CBD-Öl: Bio-Hanfzüchter aus Groningen ist in allen Märkten zu Hause

Der Bio-Hanfzüchter Dun Agro aus Groningen verwendet die gesamte Hanfpflanze, von der Spitze bis zum Stiel, um Produkte herzustellen. Nichts wird weggeworfen.

Wer hätte gedacht, dass wichtige menschliche Grundbedürfnisse wie Wohnen und Nahrung mit einer einzigen Pflanze gedeckt werden können: Industriehanf? Dun Agro, ein Unternehmen aus der Provinz Groningen, hat sich auf den Anbau dieser Hanfsorte spezialisiert und stellt sicher, dass alle Pflanzenteile im Verarbeitungsprozess verwendet werden, um alle möglichen verwertbaren Rohstoffe und Endprodukte herzustellen. „Wir achten darauf, dass nichts weggeworfen wird“, sagt Firmengründer Albert Dun.

Albert dun

Zuckerrüben, Kartoffeln und Getreide: In der Provinz Groningen gibt es eine große Vielfalt an Ackerbau. Trotzdem mussten sich die Groninger daran gewöhnen: Die mit Industriehanf übersäten Felder von Dun Agro, nicht zu verwechseln mit der normalen Cannabispflanze. Davon kann man nicht high werden. Zum Teil wegen des Stigmas wird Hanf noch immer wenig zur Herstellung von Produkten verwendet. Und das ist schade, denn aus der Pflanze lassen sich alle möglichen Produkte herstellen, ohne dass die Umwelt darunter leidet.

Dun erklärt, wie das funktioniert. „Es handelt sich um einen Anbauprozess, der ohne Pestizide angebaut wird. Darüber hinaus ist Hanf ein Kreislaufprodukt: Wir verwenden die gesamte Pflanze, um Produkte herzustellen. Die gesamte Kette, von der Produktion bis zur Herstellung der Endprodukte, wird regional in Angriff genommen.“ Darüber hinaus enthält Hanf eine weitere wichtige Eigenschaft: „Die Pflanze nimmt viel CO2 auf. Wenn der Hanf in Haushalten oder Autos verwendet wird, wird das CO2 über einen langen Zeitraum gespeichert, was natürlich gut für das Klima ist“, sagt Dun.

Dun Agro ist in allen Märkten zu Hause: Dem Unternehmen aus Groningen gelang es, sich einen Platz im Automarkt zu erobern, wo die Hanffasern in den Türen der Autos verarbeitet werden, und im Dämmstoffmarkt, wo aus den Fasern Hanfbeton hergestellt wird – Häuser zu bauen. Vor einigen Jahren hat das Unternehmen auch mit der Produktion von CBD-Öl begonnen.

CBD-Produkte

CBD ist ein Wirkstoff, der aus den Spitzen der Pflanze gewonnen wird. Menschen verwenden die Substanz beispielsweise gegen Schlafprobleme, Angstanfälle oder epileptische Anfälle. Dazu werden die Spitzen des Hanfs verwendet. Ein Großteil des CBD wird mit Öl vermischt und in Drogerien in den Niederlanden unter verschiedenen Markennamen verkauft. „Es ist eine reine Variante“, sagt Dun. „Das zeichnet unser Produkt aus, denn die meisten CBD-Öle arbeiten mit synthetischen Varianten.“ Und nicht nur Menschen profitieren von der Substanz. „CBD und Kühe passen auch sehr gut zusammen“, sagt Dun. „Durch die Verarbeitung in Tierfutter werden weniger Antibiotika benötigt, um die Tiere gesund zu halten.“

Dun Agro wird von der Provinz Groningen bei der Umsetzung neuer Innovationen sowie bei der Ernte des CBD unterstützt. „CBD erfordert eine besondere Art der Ernte“, sagt Ko Munneke, Senior Policy Officer für Landwirtschaft in der Provinz Groningen.“ Schließlich kann man nicht die ganze Pflanze mähen, abholen und in die Fabrik bringen. Die Spitzen müssen zuerst gepflückt werden. Wir haben Dun mit einer Maschine unterstützt, die dafür verwendet werden kann.“

stabiles Bettzeug

Auch der Hanfstiel ist weit verbreitet. Aus dem Inneren des Hanfstängels, einem holzigen Produkt, wird Tierstreu hergestellt, der in ganz Europa verkauft wird. Dieser Teil des Hanfs wird zu Ballen gepresst und von Pferdehaltern gekauft. Die Einstreu bietet Vorteile gegenüber normaler Einstreu. Auf diese Weise nimmt die Bettwäsche viel Feuchtigkeit auf. Außerdem wird im Stall weniger Staub freigesetzt als bei herkömmlichen Hackschnitzeln oder Weizenstroh. Der luxuriösen Variante des Produkts wird ein Eukalyptusduft beigemischt. „Dadurch duftet die Scheune wunderbar“, sagt Munneke.

Dämmung im Fertighaus

Dafür ist das Unternehmen mittlerweile bekannt: Aus dem Stamm des Hanfs wird Kalkhanf hergestellt, der unter anderem für den Wohnungsbau verwendet werden kann, und die Bastfaser für die Autoindustrie. Damit hat Dun Agro eine Weltneuheit bei Fertighäusern: Das Holzprodukt wird mit Schiefer und Wasser vermischt, um dann Fertigwände herzustellen. „Es ist eine Schande, unseren gesamten holzähnlichen Kern als Abfall wegzuwerfen“, sagt Dun. „Das ist ein minderwertiges Produkt. Man kann auch zuerst Häuser daraus bauen und es dann über das Land streuen.“

Der Hanfbeton wird bereits in Groningen verwendet. Münne ist damit zufrieden. „In der Provinz, in der wir Beton verwenden, werden mehrere Häuser gebaut, zum Beispiel im Erdbebengebiet.“ Auch die Zahl der Bewerbungen von außerhalb Groningens wird in den kommenden Jahren zunehmen, prognostiziert Munneke. „Aufgrund der Wohnungsknappheit denke ich, dass der Bedarf an Fertighäusern steigt. Wenn man diese Häuser nachhaltig produzieren kann, ist das natürlich sehr schön.“

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